Als die Kinder von Lidice in Lodz angekommen waren, wählten die deutschen Besatzer wie auf dem nebenstehenden Dokument zu sehen ist sieben Kinder aus, die sie für »rückdeutschungsfähig« hielten, auch Marie zählte zu ihnen. Als »rückdeutschungsfähig« galten den Nazis Kinder, die zum Beispiel blaue Augen und blonde Haare hatten. Diese Kinder wurden dann deutschen Familien zur Adoption angeboten. Marie kam zu Familie Schiller nach Posen, das damals im Deutschen Reich lag. Fortan hieß Marie Ingeborg Schiller, durfte nur noch Deutsch sprechen und musste ihre Herkunft verschweigen. Nach dem Krieg startete das Komitee »Opfer des Faschismus« eine Suchaktion nach den Kindern aus Lidice. Marie meldete sich und kehrte kurze Zeit später in ihre Heimat zurück.