»Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus 1933 – 1945 – heute« ist vom 22. April bis zum 19. Juni 2026 in der Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen zu sehen. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Sie wird von mehreren Veranstaltungen begleitet: https://www.die-verleugneten.de/ausstellung/begleitprogramm/
Die Eröffnung wird am 22. April um 18 Uhr in der Gedenkstätte stattfinden. In diesem Rahmen werden Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung RLP, und Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, sprechen. Außerdem sind Waltraud Werner, Vorsitzende des Fördervereins Projekt Osthofen e.V., sowie Prof. Dr. Frank Nonnenmacher, Sozialwissenschaftler und Gründer von »Vevon. Verband für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e.V.«, mit Beiträgen vertreten.
Die Ausstellung erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als »Asoziale« und »Berufsverbrecher« verfolgt wurden. Ihre Erfahrungen stehen im Zentrum. Zwischen 1933 und 1945 greifen Behörden und Polizei gesellschaftliche Vorurteile auf. Sie kontrollieren, drangsalieren und berauben Zehntausende ihrer Freiheit. Viele werden ermordet.
Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich verweigern den Betroffenen eine Entschädigung. Ihre Unrechtserfahrungen werden verleugnet.
Im Februar 2020 entschied der Deutsche Bundestag: »Niemand saß zu Recht in einem Konzentrationslager, auch die als ›Asoziale‹ und ›Berufsverbrecher‹ Verfolgten waren Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft«. Im Zuge dieses Beschlusses beauftragte das Parlament die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mit der Erstellung einer Ausstellung. Sie stellt eines der wichtigsten erinnerungspolitischen Vorhaben des Jahrzehnts in der Bundesrepublik dar.
Nach der Auftaktpräsentation in Berlin machte die Ausstellung in Flossenbürg, Köln und zuletzt im Neuen Rathaus der Stadt Leipzig Station. Dort erreichte sie neben zahlreichen Gruppen auch viele der regulären Besucher/-innen, die das Rathaus täglich aufsuchen.







