»Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus 1933 – 1945 – heute« ist vom 27. Juni bis zum 22. September 2026 im Dokumentrationszentrum Prora, Dritte Straße 4, 18609 Prora, zu sehen. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Sie wird von mehreren Veranstaltungen begleitet: https://www.die-verleugneten.de/ausstellung/begleitprogramm/
Die Eröffnung wird am 26. Juni um 17 Uhr im Dokumentationszentrum stattfinden. In diesem Rahmen werden unter anderem Mascha Krink, Enkelin eines Ermordeten und Gründungsmitglied von »Vevon. Verband für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e.V.«, und die Kurator/-innen sprechen.
Die Ausstellung erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als »Asoziale« und »Berufsverbrecher« verfolgt wurden. Ihre Erfahrungen stehen im Zentrum. Zwischen 1933 und 1945 greifen Behörden und Polizei gesellschaftliche Vorurteile auf. Sie kontrollieren, drangsalieren und berauben Zehntausende ihrer Freiheit. Viele werden ermordet.
Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich verweigern den Betroffenen eine Entschädigung. Ihre Unrechtserfahrungen werden verleugnet.
Im Februar 2020 entschied der Deutsche Bundestag: »Niemand saß zu Recht in einem Konzentrationslager, auch die als ›Asoziale‹ und ›Berufsverbrecher‹ Verfolgten waren Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft«. Im Zuge dieses Beschlusses beauftragte das Parlament die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mit der Erstellung einer Ausstellung. Sie stellt eines der wichtigsten erinnerungspolitischen Vorhaben des Jahrzehnts in der Bundesrepublik dar.
Nach der Auftaktpräsentation in Berlin machte die Ausstellung in Flossenbürg, Köln, Leipzig und zuletzt in der KZ-Gedenkstätte Osthofen Station. Dort haben sie zahlreiche Schulklassen gesehen, die die Gedenkstätte täglich besuchen.







