Georges-André Kohn
Auswahl
Zoom: Schule am Bullenhuser Damm
zurück   Im April 1945 stand das Ende des Krieges kurz bevor. Damit waren auch die Tage des NS-Regimes gezählt. Die SS-Ärzte und die Lagerführung von Neuengamme fürchteten eine Bestrafung durch die Siegermächte, falls ihre Gräueltaten ans Tageslicht kämen. Um ihre Verbrechen an den Kindern zu vertuschen, ließ die SS-Führung die Kinder zusammen mit ihren Betreuern wenige Tage vor Kriegsende in die Schule am Bullenhuser Damm bringen, die in einem ausgebombten, menschenverlassenen Stadtteil von Hamburg lag. Dort henkte die SS am 20. April 1945 alle Kinder im Keller der Schule. Der für das Mordkommando verantwortliche SS-Offizier Arnold Strippel ging nach jahrelanger Hinauszögerung des Verfahrens in der Bundesrepublik straffrei aus. Der SS-Arzt Kurt Heißmeier praktizierte bis 1964 unentdeckt in Magdeburg als Facharzt für Lungenkrankheiten. 1966 verurteilte ihn ein DDR-Gericht zu lebenslanger Haft.
vor
Logo der Stiftung
Seite 1
Seite 2
Seite 3
Seite 4
HintergrundtextLiteraturliste
georges