Christa M.
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Zoom: Patientenakte
zurück   Ab 1941 wurden immer wieder Patienten von Scheuern in die Tötungsanstalt Hadamar verlegt, wo sie ermordet wurden. Auch Christa wurde kurz vor ihrem achten Geburtstag zusammen mit 30 anderen Pfleglingen nach Hadamar verschleppt. Dort verabreichten Ärzte ihr wahrscheinlich eine Überdosis an Medikamenten, woran sie starb. Wie sie wirklich umkam, ist nicht bekannt. Um den Mord zu verheimlichen, gaben die Mediziner als Todesursache »Darmkatarrh« an. Während des Krieges wurden in Hadamar 15.000 meist behinderte Menschen durch Giftgas, überdosierte Medikamente oder Nahrungsmittelentzug ermordet. Die Angehörigen der Ermordeten bekamen nachträglich meist eine Todesmitteilung, eine Rechnung über noch ausstehenden Pflege- und Beerdigungskosten und die hinterlassenen Kleidungsstücke zugesandt.
 
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