Werkstattberichte

08. Juli 2019

Besuch von ehemaligen Betroffenen der Kindertransporte

Am Freitag, den 5. Juli 2019, besuchte eine Gruppe von 18 ehemaligen Betroffenen von Kindertransporten das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma und anschließend das Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Vier von ihnen haben den Holocaust überlebt, da sie selbst als jüdische Kinder nach Großbritannien transportiert wurden. Die Anderen waren Angehörige von Betroffenen. 80 Jahre nach dem letzten Transport fahren sie nun zusammen mit der »Kindertransport Association« die Route nach, die die Kinder damals zurücklegen mussten.

Zwischen Dezember 1938 und September 1939 wurden größtenteils jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich, Danzig, Polen und der Tschechosklowakei ohne ihre Eltern mit dem Zug nach Großbritannien geschickt. Dort lebten sie in Gastfamilien oder Internaten. So konnten fast 10.000 Kinder vor dem NS-Regime geschützt werden.

Die Gruppe wurde vom stellvertretenden Direktor der Stiftung Denkmal, Dr. Ulrich Baumann, begrüßt und danach herumgeführt. Herr Baumann erläuterte eindrücklich die Geschichte und Bedeutung der beiden Denkmäler. Die Teilnehmer zeigten sich gerührt und stellten mit großem Interesse Fragen.

Bild: Die Gruppe vor dem Stelenfeld © Stiftung Denkmal

Bild: Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal, begrüßt die Gruppe am Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma. © Stiftung Denkmal

Bild: Dr. Ulrich Baumann spricht über den Entstehungsprozess des Denkmals. © Stiftung Denkmal