Veranstaltungsberichte

23. September 2016

»In dem Loch war es rabenschwarz, wie in einem Grab.« – Zeitzeugengespräch mit Claire Boren

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung »Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941 – 1944« luden die Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors zu einem Zeitzeugengespräch mit der Überlebenden Claire Boren in den Ort der Information.
Nach einer Begrüßung durch Dr. Felix Klein, Sonderbeauftragter für Beziehungen zu jüdischen Organisationen, Auswärtiges Amt, und einer Einführung von Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor der Stiftung Denkmal, berichte Claire Boren im Gespräch mit Aubrey Pomerance, Leiter Archiv Jüdisches Museum Berlin, aus ihrem Leben.
1937 in Mizocz, einer kleinen Stadt in der heutigen Ukraine, geboren, wurde Claires Vater im Oktober 1942 von einem Kommando der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS – zusammen mit weiteren 1.500 Juden aus Mizocz – erschossen. Sie selbst konnte zusammen mit ihrer Mutter den Massenerschießungen versteckt in einem Erdloch entgehen. 1947 emigrierten Mutter und Tochter in die USA. Nach der Veranstaltung bedankten sich die etwa 70 Gäste bei Claire Boren für den bewegenden Abend.

Bild: Dr. Felix Klein, Sonderbeauftragter für Beziehungen zu jüdischen Organisationen, Auswärtiges Amt; Foto Stiftung Denkmal

Bild: Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden; Foto Stiftung Denkmal

Bild: Claire Boren im Gespräch mit Aubrey Pomerance, Leiter Archiv Jüdisches Museum Berlin; Foto Stiftung Denkmal

Bild: Ulrich Baumann bedankt sich bei Claire Boren. Foto Stiftung Denkmal