Veranstaltungsberichte

08. November 2018

Ausstellungseröffnung »Kristallnacht« – Antijüdischer Terror 1938. Ereignisse und Erinnerung

Am Abend des 6. Novembers 2018 wurde die Ausstellung »Kristallnacht« – Antijüdischer Terror 1938. Ereignisse und Erinnerung im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors eröffnet. Über 250 Gäste waren gekommen, um am Eröffnungsprogramm teilzunehmen und mit dem Kurator Dr. Ulrich Baumann, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, gemeinsam durch die Ausstellung zu gehen.

80 Jahre nach dem Staats- und Parteiterror gegen die jüdische Bevölkerung im November 1938 zeichnet diese Ausstellung die damaligen Ereignisse nach. Anhand von sechs kaum bekannten Fotoserien aus dem Deutschen Reich wird deutlich, in welchem Ausmaß die Gewalt von einheimischen Tätern ausging und dass sie ›vor aller Augen‹ stattfand. Zugleich wird erstmals die wechselvolle Erinnerung an den 9. /10. November 1938 bis in die Gegenwart dargestellt.

Zum Auftakt der Abendveranstaltung spielte das Diplomatische Streichquartett mit Matthias Hummel (Violine), Felix Klein (Violine), Ernst Herzog (Viola) und Petra Kießling (Violoncello) Alla Czeca, aus: Fünf Stücke für Streichquartett (WV 68) von Erwin Schulhoff (1894 – 1942).

Mit einer ausführlichen Begrüßung sprach zu Beginn Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors zu den Gästen. Den Grußworten von Prof. Monika Grütter, Staatsministerin für Kultur und Medien, und von Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, Bürgermeister von Berlin, folgte das Stück Serenata, aus: Fünf Stücke für Streichquartett von Erwin Schulhoff. Anschließend trugen Charlotte Will und Lorenz Hochhuth die Erinnerungen an die »Kristallnacht« von Dr. Hertha Nathorff und Siegfried Merecki vor. Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Kurator der Ausstellung, führte die Eröffnungsgäste inhaltlich in die Ausstellung ein. Die offizielle Eröffnungsveranstaltung endete mit Alla Tarantella, aus: Fünf Stücke für Streichquartett ebenfalls von Erwin Schulhoff.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors. Sie wird noch bis zum 3. März 2019, täglich von 10 bis 20 Uhr im Sonderausstellungsbereich des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin-Kreuzberg zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung »Kristallnacht« wurde durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin gefördert.

Bild: Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Uwe Neumärker, Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, Bürgermeister von Berlin, und Prof. Monika Grütter, Staatsministerin für Kultur und Medien, werden vor dem Beginn der Eröffnungsveranstaltung von Dr. Ulrich Baumann, Kurator der Ausstellung, durch die Ausstellung geführt, Foto: Jürgen Sendel

Bild: Über 250 Gäste sind zur Eröffnung gekommen, Foto: Jürgen Sendel

Bild: Dr. Ulrich Baumann führt die Gäste der Eröffnungsveranstaltung durch die Ausstellung »Kristallnacht«

Bild: Blick in die Ausstellung »Kristallnacht«, Foto: Jürgen Sendel

Bild: Auch im Graben auf dem Gelände der Topographie des Terrors sind großformatige Fotos aus der Ausstellung zu sehen, Foto: Stiftung Denkmal