15. November 2018

Ausstellung »Es brennt!« – Antijüdischer Terror im November 1938 wird in Euskirchen gezeigt

10. November 2018 bis 17. Februar 2019, Stadtmuseum Euskirchen, im Kulturhof, Wilhelmstraße 32 – 34, 53879 Euskirchen

Die Sonderausstellung »Es brennt!« – Antijüdischer Terror im November 1938 wird vom 10. November 2018 bis 17. Februar 2019 im Stadtmuseum Euskirchen zu sehen sein.

Vor 80 Jahren - am 9. und 10. November 1938 - brannten in Deutschland mehr als 1200 Synagogen. Das Ausmaß der Gewalt markierte einen unübersehbaren Wendepunkt im Leben der Juden in Deutschland: Sie waren der Staatsmacht und Bevölkerung schutzlos ausgeliefert.

Die Ausstellung nähert sich dieser Ohnmachtserfahrung über die Geschichte von 24 Synagogen. Zeitgenössische Amateuraufnahmen dokumentieren ihre Schändung und Zerstörung. Vor allem aber fragt sie mit überlebensgroßen Fotografien aus der Schreckensnacht nach der Rolle der Zuschauer.

In Euskirchen wird die große und prächtige Synagoge in der Annaturmstraße am Nachmittag des 10. November 1938 zerstört und in Brand gesetzt. Auch jüdische Geschäfte im Stadtzentrum werden geplündert und verwüstet. 

Die Eröffnungsfeier findet am 9. November 2018, 19 Uhr, im City-Forum Euskirchen, Hochstraße 39, statt. Die Ausstellung im Stadtmuseum Euskirchen ist von Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet, Samstag von 11 bis 15 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Führungen für Schulklassen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten nach vorheriger Vereinbarung möglich. Kontakt: Tel.: 02251 65074-38, E-Mail: museum [at] euskirchen.de.

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Die erstmals im Jahre 2008 gezeigte Ausstellung »Es brennt!« wurde anlässlich des 75. Jahrestag der Novemberpogrome von den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Topographie des Terrors und Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum 2013 überarbeitet und erweitert. Die Ausstellung »Es brennt! 75 Jahre nach den Novemberpogromen« war vom 8. November 2013 bis 2. März 2014 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors zu sehen. Die Projektleitung lag bei Dr. Ulrich Baumann (Stiftung Denkmal).

Bild: Ausstellung »Es brennt!« in Euskirchen