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Zwangsarbeit
Unmittelbar mit dem Einmarsch der Deutschen 1939 in Polen verschlechterten sich die Lebensbedingungen der polnischen Bevölkerung drastisch. Ein Großteil der produzierten Güter musste fortan an die deutschen Besatzer abgegeben werden. Die Lebensmittel, die Polen von Deutschen zugeteilt wurden, reichten kaum zum Überleben. Eine große Arbeitslosigkeit verschlimmerte zusätzlich die wirtschaftliche Lage. Die Folgen waren Hunger und Armut. Kurze Zeit nach der Besetzung warben Deutsche Polen zur Arbeit im Reich an. Viele meldeten sich zunächst »freiwillig«, weil sie hofften, sich dadurch ihr Überleben zu sichern. Schon wenig später wurde jedes Dorf gezwungen, eine gewisse Anzahl an Arbeitern für das Deutsche Reich zur Verfügung zu stellen. Bis 1941 wurden die meisten von ihnen als so genannte landwirtschaftliche Hilfsarbeiter auf deutschen Bauernhöfen eingesetzt, später jedoch vor allem in der Rüstungsindustrie. Viele lebten unter KZ-ähnlichen Bedingungen. Die Verpflegung und Unterbringung waren häufig miserabel, die Arbeitsbedingungen oft unmenschlich und lebensgefährlich. Die Nazis wandten die Politik der Zwangsarbeit in allen besetzten Ländern Europas an. Bis 1945 wurden rund acht Millionen Menschen aus ganz Europa von den Deutschen zur Zwangsarbeit verschleppt und ausgebeutet.
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