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500 Stolpersteine für Zeugen Jehovas

  • 18. Mai 2026
  • Aktuelles, Pressemitteilungen

Am 19. Mai 2026 gedenkt die Stadt Ueckermünde in Vorpommern mit der Verlegung von Stolpersteinen einiger Opfer des NS-Regimes. Unter anderem wird um 15.30 Uhr im Bornbruchweg 3 ein Stolperstein für die Zeugin Jehovas Martha Gehrke eingeweiht – der 500., der an Männer und Frauen aus dieser christlichen Religionsgemeinschaft erinnert.

Stolpersteine sind für die Gedenkkultur an die NS-Verfolgung der Zeugen Jehovas von herausragender Bedeutung. Bislang wurden neben hunderten Stolpersteinen in Deutschland auch 38 in Österreich, zwei in Tschechien und einer in den Niederlanden für Zeugen Jehovas verlegt. Die ersten legalen Stolpersteinverlegungen Demnigs erfolgten für die Brüder Johann und Matthias Nobis am 19. Juli 1997 in Österreich.

Viele der für Zeugen Jehovas verlegten Stolpersteine erinnern an Frauen und verweisen darauf, dass die Zeuginnen innerhalb der Verfolgungsgeschichte dieser Opfergruppe eine besondere Rolle einnahmen. Bis zum Kriegsausbruch 1939 stellten sie in den Frauenkonzentrationslagern die größte Häftlingsgruppe.

Martha Gehrke, 1952 © LAMV, 7.21-1-2, Z83/1991, Nr. 583

Martha Gehrke, 1952 © LAMV, 7.21-1-2, Z83/1991, Nr. 583

Recherchen zum 500. Stolperstein für Zeugen Jehovas

Martha Gehrke wurde 1936 das erste Mal aufgrund ihrer Glaubensausübung zu einer Haftstrafe verurteilt. Im April 1937 erfolgte eine erneute Verhaftung. Eine sechsmonatige Gefängnisstrafe verbüßte die Zeugin Jehovas in Greifswald. Anschließend wurde sie in das KZ Lichtenburg überstellt, von dort im Mai 1939 in das KZ Ravensbrück. Die Häftlingsnummer 183 zeigt, dass sie zu den ersten Häftlingsfrauen des neu eingerichteten Konzentrationslagers gehörte. 1939 waren 40 Prozent aller Häftlingsfrauen in Ravensbrück Zeuginnen Jehovas. 1945 wurde Martha Gehrke befreit. Sie floh 1950, nach dem Verbot der Zeugen Jehovas in der DDR, nach Westberlin und entging so einer erneuten Verhaftung.

Recherchiert wurde die Geschichte von Martha Gehrke von Schülerinnen und Schülern der AG »Kriegsgräber« an der Europaschule in Rövershagen. Im Rahmen eines von der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« geförderten Projektes veröffentlichen sie ihre Rechercheergebnisse auf der Webseite »Biographien verfolgter Zeugen Jehovas«, die Mitte Juni online geht – kurz vor der Übergabe des vom Deutschen Bundestag 2023 beschlossenen Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas an die Öffentlichkeit am 24. Juni 2026.

Termin

Stolpersteinverlegungen in Ueckermünde

19. Mai 2026, 15.00-16.30 Uhr

15.00 Uhr: Ueckerstraße 55, Stolpersteine für Familie Pless

15.30 Uhr: Bornbruchweg 3, Stolperstein für Martha Gehrke

16.00 Uhr: Liepgartener Straße 10, Stolperstein für Bruno Scheide

Fotos stellen wir Ihnen gern zur Verfügung

Martha Gehrke, 1952 © LAMV, 7.21-1-2, Z83/1991, Nr. 583

Beitragsbild: Mitglieder der AG »Kriegsgräber« der Europaschule Rövershagen, hier am 10. März 2026 anlässlich einer Stolperstein­verlegung in Wesenberg. Foto: Falk Bersch

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Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist eine bundesunmittelbare Stiftung, die das Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit dem Ort der Information und das  Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma sowie den Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde betreut.

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