Am 20. Januar 2026, fand im Deutschen Kabarettarchiv – Proviant-Magazin, in Mainz ein Podiumsgespräch mit Uwe Neumärker und Kai-MIchael Sprenger statt, zur Frage: Was ist und wie gelingt eine demokratische Erinnerungskultur?
Demokratie lebt vom Erinnern und vom Aushalten von Spannungen. Sie entsteht dort, wo Fragen zugelassen und Widersprüche offen diskutiert werden. Genau davon war das vierte Mainzer Demokratieland-Gespräch geprägt.
Nach Grußworten von Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, und Katharina Heil, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, diskutierten Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, und Dr. Kai-Michael Sprenger, Direktor der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, mit Dr. Tim Müller, Demokratieland-Referent der LpB Rheinland-Pfalz.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und Erfahrungen von Diktatur mit der Geschichte demokratischer Entwicklungen zusammendenken lassen, ohne zu verklären und mit Blick auf ihre Bedeutung für die Gegenwart.
Die Diskussion machte deutlich, dass demokratische Erinnerung keine einfachen Antworten liefert. Sie ist kein abgeschlossenes Narrativ, sondern ein offener Prozess, der Fragen aufwirft, Orientierung gibt, warnt und zugleich Hoffnung ermöglicht.
Deutlich wurde auch, dass Demokratie kein Selbstläufer ist. Sie braucht Mut, Respekt und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, um Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit zu bewahren. Erinnerung ist dabei kein rückwärtsgewandter Akt, sondern eine aktive Haltung und eine Arbeit an der Gegenwart mit Blick auf die Zukunft.
Das vierte Mainzer Demokratieland-Gespräch hat gezeigt, wie wichtig dieser Austausch für demokratische Identitätsbildung, für eine lebendige Erinnerungskultur und für die Verteidigung unseres freiheitlichen Erbes gegen autoritäre und nationalistische Strömungen ist.
Im Rahmen des Demokratielands Rheinland-Pfalz wird deutlich, wie eng die Auseinandersetzung mit Geschichte und die Stärkung gelebter Demokratie miteinander verbunden sind.
Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung RLP, in Kooperation mit der:
Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte;
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas











