Veranstaltungsberichte

11. November 2016

»Alle waren sich sicher, dieses unmenschliche System halte sich nur ein bis zwei Jahre.«

Gemeinsam mit der Schwarzkopf-Stiftung veranstaltete die Stiftung Denkmal am 11. November 2016 ein Zeitzeugengespräch mit dem 103 jährigen Überlebenden Marko Feingold und vier Berliner Schulklassen im Ort der Information des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Zuerst berichtete Marko Feingold aus seinem langen Leben. Er erzählte, wie er 1913 im slowakischen Neusohl geboren wurde und von seiner Verhaftung 1938 in Wien. Er floh nach Prag, wurde nach Polen ausgewiesen und kehrte mit falschen Papieren nach Prag zurück, wurde 1939 erneut festgenommen, inhaftiert und schließlich in das KZ Auschwitz deportiert. Über die KZ Neuengamme und Dachau kam er 1941 nach Buchenwald, wo er bis zur Befreiung interniert war. 1945 ließ er sich in Salzburg nieder, wo er noch heute lebt. Im Anschluss stellten ihm viele der über hundert Schüler Fragen und dankten dem 103-Jährigen für seinen eindrucksvollen Beitrag.

Bild: Tobias Frietzsche von der Schwarzkopf-Stiftung begrüßt die Schüler; Scharzkopf-Stiftung, Foto Adrian Jankowski

Bild: Moderator Markus Römer mit Marko Feingold; Scharzkopf-Stiftung, Foto Adrian Jankowski

Bild: Berliner Schulklassen; Scharzkopf-Stiftung, Foto Adrian Jankowski