»Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941 – 1944«

Am 22. Juni 2016 jährte sich der deutsche Angriff auf die Sowjetunion als Beginn eines beispiellosen Vernichtungskriegs zum 75. Mal. Unter den 14 Millionen zivilen Opfern dieses Krieges waren über zwei Millionen Juden. Sie wurden vor allem bei Massenerschießungen ermordet oder in sogenannten Gaswagen erstickt. Auf gleiche Weise verloren etwa 30.000 Roma und 17.000 Patienten psychiatrischer Anstalten ihr Leben. Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS, Einheiten der Ordnungspolizei, der Wehrmacht und der Waffen-SS sowie einheimische Helfer verübten diesen Massenmord.
Die Ausstellung versucht, den Ermordeten, aber auch den Überlebenden der Verbrechen ein Gesicht zu geben. Zugleich werden das Handeln und die Motive der Täter sowie die Zusammenarbeit verschiedener Tätergruppen dargestellt.

Eröffnung:

Die feierliche Eröffnung fand am Abend des 27. September 2016, um 19.00 Uhr, im Dokumentationszentrum der Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin, statt. Uwe Neumärker, Direktor Stiftung Denkmal, und Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor Stiftung Topographie des Terrors, begrüßten die Gäste. Daran schlossen sich ein Grußwort von Tim Renner, Staatssekretär für Kultur Berlin, sowie die Rede des Bundesaußenministers Frank Walter Steinmeier an. Den Abschluss bildete ein Rundgang durch die Ausstellung.

Konzept:

Konzipiert wurde die Ausstellung von den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors, unterstützt von Yahad in Unum und gefördert vom Auswärtigen Amt.

Kuratoren der Ausstellung:

Dr. Ulrich Baumann, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Projektleiter)
Paula Oppermann, Stiftung Topographie des Terrors
Christian Schmittwilken, Stiftung Topographie des Terrors

Ausstellungsort:

Landesarchiv Baden-Württemberg - Staatsarchiv Ludwigsburg -, Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg

Ausstellungsdauer:

29. November 2017 bis 13. April 2018

Öffnungszeiten: 

Montag bis Donnerstag 9 bis 16:30 Uhr
Freitag 9 bis 15:30 Uhr

Sonntag 8. Januar 2018, 4. Februar 2018, 8. April 2018 von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Eintritt frei

Weitere Informationen und Anmeldungen zu Führungen:
Telefon 07141/64854-6310; Telefax: 07141/64854-631; E-Mail: staludwigsburg [at] la-bw.de

www.landesarchiv-bw.de/stal

Weitere Informationen und das Begleitprogramm finden Sie hier.

Ausstellungskatalog:

Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941 – 1944
Berlin, 2016

Stiftung Topographie des Terrors, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Herausgeber)

ISBN: 978-3-941772-22-9
Preis: € 16,00 zzgl. Versandkosten

Erhältlich auf Deutsch und Englisch im Ort der Information (Denkmal für die ermordeten Juden Europas), am Informationstresen des Dokumentationszentrums Topograhie des Terrors, im Buchhandel und unter info [at] stiftung-denkmal.de.