Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus luden die Stiftung Topographie des Terrors, die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Verein KONTAKTE-КОНТАКТЫ zu einem Zeitzeugingespräch mit Svitlana Petrowskaja, mit dem Titel »Das Massaker von Babyn Jar 1941«, ein.
Die Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, Dr. Andrea Riedle, eröffnete den Abend und begrüßte die über 200 Gäste im Auditorium im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors.
In seiner Einführung gab Dr. Christian Schmittwilken, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors, den Zuhörern einen Überblick über die nationalsozialistischen Verbrechen in Babyn Jar.
Am 29. und 30. September 1941 wurde die nahe der Stadt Kyjiw gelegene Schlucht Babyn Jar Ort der umfangreichsten Massenerschießung des Holocaust. 33.771 Männer, Frauen und Kinder meldeten die Täter anschließend als erschossen nach Berlin. Bis Sommer 1943 ermordeten die Deutschen in und um Babyn Jar insgesamt bis zu 100.000 Menschen.
Im Anschluss an die Einführung von Dr. Christian Schmittwilken begann das Gespräch mit Svitlana Petrowskaja, moderiert von Dr. Babette Quinkert, Historikerin und Ausstellungskuratorin.
Die ukrainische Zeitzeugin Svitlana Petrowskaja ist 2022 im Alter von 87 Jahren wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nach Berlin geflohen, wo ihre Tochter Katja Petrowskaja, Autorin des Buchs Vielleicht Esther, seit 1999 wohnt. Ihre Großmutter und Tante gehörten 1941 zu den Opfern der Massenerschießung in Babyn Jar. Ihren Eltern gelang gemeinsam mit ihren beiden Töchtern die Flucht. Svitlana Petrowskaja ist mehrfach ausgezeichnete Geschichtslehrerin. Sie hat sich mit ihren Schulklassen immer wieder mit dem Ort Babyn Jar auseinandergesetzt.
Die Veranstaltung wurde simultan übersetzt.
Der Verein KONTAKTE-КОНТАКТЫ koordiniert das im März 2022 gegründete Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine, dem auch die Stiftungen Topographie des Terrors und Denk mal für die ermordeten Juden Europes angehören. Bitte spenden Sie für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine: www.hilfsnetzwerk-nsverfolgte.de










