Heute vor 89 Jahren – am 4. März 1937 – wurde der niederländische Sinto Zoni (Johan) Weisz in Den Haag geboren.
Zoni war sieben Jahre alt, als seine Familie von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Er überlebte als einziger seiner Familie.
Zoni Weisz versuchte, seine schmerzvolle Vergangenheit mit harter Arbeit zu vergessen. Er wurde zu einem der erfolgreichsten Floristen Europas, zum Blumenkönig. Doch hinter der Fassade eines glücklichen Mannes zweifelte er an seiner Identität, Alpträume verfolgten ihn unentwegt. Der Krieg hatte ihn nicht vergessen, wie er sagt. Er musste etwas ändern – und die Türen öffnen. In seiner Autobiografie »Der vergessene Holocaust«, beschreibt Zoni Weisz den langen Weg der Auseinandersetzung mit dem Mord an seiner Familie. Sie führte ihn bis in den Deutschen Bundestag, in dem er als erster Sinto am 27. Januar 2011 die Gedenkrede anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hielt.
Lieber Zoni, herzlichen Glückwunsch zu deinem 89. Geburtstag!
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Foto: Berlin 2019, Roma-Filmfestival AKE DIKHEA?, Zoni Weisz spricht über seinen Animationsfilm »Memory Boxes« © Stiftung Denkmal, Foto: Marko Priske







