Zeitzeugenreihe

»Fluchten. Wie ein junges Mädchen den Holocaust überlebte«

Eva Erben (*1930) stammt aus dem Sudetenland. Ihre Eltern, Jindrich und Marta Löwidt, beschlossen 1936, in die tschechoslowakische Hauptstadt Prag zu ziehen. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 15. März 1939 änderte sich ihr Leben schlagartig. Im Dezember 1941 wurden die Löwidts in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Der Vater wurde 1944 nach Kaufering verschleppt und ermordet. Eva und ihre Mutter kamen nach Auschwitz-Birkenau, dann in ein Außenkommando des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Im Februar 1945 trieb die SS sie auf einen ›Todesmarsch‹, den die Mutter nicht überlebte. Eva gelang die Flucht und wurde von einer tschechischen Familie versteckt. 1948 wanderte sie mit ihrem Ehemann über Frankreich nach Israel aus.

Eva Erben
»Fluchten. Wie ein junges Mädchen den Holocaust überlebte«
Herausgegeben von
Uwe Neumärker und Daniel Baranowski
Berlin, 2014

ISBN: 978-3-942240-10-9
Schutzgebühr: € 5,00
Erhältlich unter:

»Ich versprach der Mutter heimzukehren. Mein Leben zwischen Radom und Paris«

Bild: Titelbild von »Ich versprach der Mutter heimzukehren«

Moniek Baumzecer (*1919) entstammt einer jüdisch-chassidischen Familie im polnischen Radom. 1930 zieht die Familie nach Lodz. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht sind die Baumzecers im Februar 1940 gezwungen, in das Ghetto umzuziehen. Seine Eltern und Geschwister ermordet die SS 1942 in Kulmhof. Moniek meldet sich Ende 1940 zum Arbeitseinsatz und war beim Bau der Reichsautobahn in Ostbrandenburg tätig. Anfang 1942 muss er im Lager Christianstadt Zwangsarbeit leisten und wird nach Verurteilung wegen »Rassenschande« im November in das KZ Mauthausen, im Sommer 1943 nach Auschwitz, Anfang 1945 erneut nach Mauthausen, Melk und Ebensee verschleppt. Nach seiner Befreiung geht er über Italien nach Paris, wo er noch heute lebt.

Hier haben Sie die Möglichkeit, einen Blick ins Buch zu werfen.

Moniek Baumzecer
»Ich versprach der Mutter heimzukehren. Mein Leben zwischen Radom und Paris«
Herausgegeben von Ulrich Baumann und Uwe Neumärker mit den Éditions le manuscrit und der Fondation pour la Mémoire de la Shoah
Berlin, 2013

ISBN: 978-3-942240-09-3
Schutzgebühr: € 5,00
Erhältlich unter:

»Ich sang um mein Leben. Erinnerungen an Rachov, Auschwitz und den Neubeginn in Amerika«

Bild: Titelbild von »Ich sang um mein Leben«

Judith Schneiderman wurde 1928 im heutigen Rachiw in der Karpatoukraine in eine jiddischsprachige Familie hineingeboren. Das ursprünglich österreich-ungarische Rahó gehörte nach dem Ersten Weltkrieg zur Tschechoslowakei und kam 1939 an Ungarn zurück. 1944, nach der Besetzung des Landes durch die deutsche Wehrmacht, wurden die Juden der Region nach Auschwitz verschleppt. Judith überlebte mehrere nationalsozialistische Lager. Die Kraft, so sagt sie, fand sie vor allem im Gesang. Nach Kriegsende wanderte sie in die USA aus, wo 2009 ihre Erinnerungen erschienen.

Judith Schneiderman mit Jennifer Schneiderman
»Ich sang um mein Leben. Erinnerungen an Rachov, Auschwitz und den Neubeginn in Amerika«
Herausgegeben von Adam Kerpel-Fronius und Uwe Neumärker
Berlin, 2013

ISBN: 978-3-942240-08-6
Schutzgebühr: € 5,00
Erhältlich unter:

»Ich wollte nach Hause, nach Ostpreußen! Das Überleben eines deutschen Sinto«

Bild: Titelbild von »Ich wollte nach Hause«

Als ›Zigeuner‹ erfährt Reinhard Florian (* 1923 bei Insterburg) bereits als Kind Ausgrenzung und nach 1933 auch Gewalt. 1941 verhaftet, überlebt er Deportation und mehrere nationalsozialistische Lager, schwerste Zwangsarbeit, Hunger und einen »Todesmarsch«. Der Neuanfang in der Bundesrepublik gestaltet sich schwierig. Krankheit und Trauma machen es ihm jahrelang unmöglich, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen. Erst Ende der 1990er Jahre erhält Florian eine Entschädigungszahlung. Seine Erinnerungen bieten Einblick in die bislang unbekannte Verfolgung der ostpreußischen Sinti. Sie erschienen anlässlich der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin am 24. Oktober 2012. Im Juli 2013 erschien bereits die 2. Auflage des Zeitzeugenberichts.

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Reinhard Florian
»Ich wollte nach Hause, nach Ostpreußen! Das Überleben eines deutschen Sinto«
Herausgegeben von Jana Mechelhoff-Herezi und Uwe Neumärker
Berlin, 2012

ISBN: 978-3-942240-07-9
Schutzgebühr: € 5,00
2. durchgesehene Auflage erhältlich unter:

»Ich heiße jetzt Nechama. Mein Leben zwischen Königsberg und Israel«

Bild: Cover »Ich heiße jetzt Nechama. Mein Leben zwischen Königsberg und Israel«

Nechama Drober (*1927) wurde als Hella Markowsky in der ostpreußischen Hauptstadt Königsberg in eine jüdische Familie geboren. Sie war Augenzeugin der beiden großen Deportationen im Sommer 1942, bei denen sie engste Freunde, Verwandte und Schulkameraden verlor. Sie erlebte die Eroberung Ostpreußens durch die Rote Armee Anfang 1945. Anschließend wurde ihr Vater Paul nach Sibirien verschleppt, ihre Mutter Martha und ihr fünfjähriger Bruder Denny verhungerten. Hella Markowsky floh mit ihrer Schwester Rita über Litauen nach Kischinew, wo sie bis zu ihrer Ausreise nach Israel 1990 wohnten.

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Nechma Drober
»Ich heiße jetzt Nechma. Mein Leben zwischen Königsberg und Israel«
Herausgegeben von Uwe Neumärker
Berlin, 2012

ISBN: 978-3-942240-06-2
Schutzgebühr: € 5,00
Erhältlich unter:

»Freiheit, Krieg und Rache. Überleben bei den jüdischen Partisanen«

Bild: Cover »Freiheit, Krieg und Rache. Überleben bei den jüdischen Partisanen«

Jack (Idel) Kagan (*1929) wuchs im ostpolnischen Nowogródek auf. Seine Kindheit endete schlagartig mit dem Ausbruch des Krieges im Herbst 1939: Auf zwei Jahre Sowjetherrschaft folgten 1941 die deutsche Besatzung und der Massenmord an Juden. Idel war einer von etwa 120 Häftlingen im Ghetto, die durch einen selbstgebauten Tunnel fliehen konnten und sich den jüdischen Bielski-Partisanen anschlossen. Diese Einheit rettete über 1.200 Juden das Leben – einmalig in der Geschichte des Holocaust. Jack Kagan wanderte nach dem Krieg nach London aus und stiftete seit 1991 mehrere Erinnerungszeichen in seiner nun weißrussischen Heimatstadt.

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Jack Kagan
»Freiheit, Krieg und Rache. Überleben bei den jüdischen Partisanen«
Herausgegeben von Adam Kerpel-Fronius
Berlin, 2011


ISBN: 978-3-942240-05-5
Schutzgebühr: € 5,00
Erhältlich unter:

»Birkenland. Gespräche mit meinem Vater Moshe«

Bild: Cover »Birkenland. Gespräche mit meinem Vater Moshe«

Ausführlich erzählte Moshe Brezniak (1917–2003) seinem Sohn Naphtali von seinen Erlebnissen während des Zweiten Weltkrieges und den Ereignissen in seiner polnischen Heimatstadt Międzyrzec Podlaski. Ab August 1942, als das Hamburger Reservepolizeibattaillon 101 dort das größte Durchgangsghetto im damaligen Distrikt Lublin einrichtete, entkam er immer wieder Erschießungen und Deportationen. Im Mai 1943 wurde Brezniak in das Konzentrationslager Majdanek verschleppt, musste später Zwangsarbeit in Auschwitz leisten und auf einen Todesmarsch. Nach der Befreiung 1945 wanderte er nach Palästina aus. Birkenland ist das erste deutschsprachige Zeugnis eines Verfolgten aus dem ehemals jüdisch geprägten Międzyrzec, einem zentralen Ort des Holocaust.

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Moshe Brezniak
»Birkenland. Gespräche mit meinem Vater Moshe«
Herausgegeben von Constanze Jaiser und Uwe Neumärker
Berlin, 2011

ISBN: 978-3-942240-04-8
Schutzgebühr: € 5,00
Erhältlich: unter

»Jenseits des Überlebens. Von Breslau nach Australien«

Bild: Cover »Jenseits des Überlebens. Von Breslau nach Australien«

Kenneth James Arkwright (*1929) wurde als Klaus Aufrichtig in Breslau geboren. Ein Teil seiner jüdischen Familie ist seit dem 16. Jahrhundert in Schlesien nachweisbar. Ab 1943 musste Klaus Zwangsarbeit leisten, wurde 1944 in ein Arbeitslager verschleppt, floh und tauchte unter. 1945 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, war jedoch wenige Wochen später gezwungen, sich nach Erfurt abzusetzen. Bald darauf begann er ein Studium in Ostberlin und emigrierte 1949 über Paris nach Perth in Australien, wo er ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde.

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Kenneth James Arkwright
»Jenseits des Überlebens. Von Breslau nach Australien«
Herausgegeben von Katharina Friedla und Uwe Neumärker
Berlin, 2011

ISBN: 978-3-942240-03-1
Schutzgebühr: € 5,00

Erhältlich: unter

»Drang nach Leben. Erinnerungen«

Bild: Cover »Drang nach Leben. Erinnerungen«

Sabina van der Linden-Wolanski (1927–2011) überlebte als einzige ihrer Familie den Holocaust in Ostpolen. Als sie – über das nun polnische Schlesien und Paris – 1950 nach Australien auswanderte, besaß sie nur noch ein Tagebuch und einige Fotografien als Zeugnisse ihrer Jugend. Jahrzehnte später wurden diese einmaligen Dokumente Teil der Ausstellung im Ort der Information. Am 10. Mai 2005 sprach Sabina als Ehrengast bei der Eröffnung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Ihre Autobiografie zeugt von der Selbstbehauptung und von den Zweifeln einer Jugendlichen angesichts von Gewalt und Mord, aber auch von der Kraft zum Neuanfang als Ehefrau, Mutter und Unternehmerin am anderen Ende der Welt.

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Sabina van der Linden
»Drang nach Leben. Erinnerungen«
Herausgegeben von Ulrich Baumann und Uwe Neumärker
Berlin, 2010

ISBN: 978-3-942240-02-4
Schutzgebühr: € 5,00

Erhältlich: unter

»Endzeit in Ostpreußen. Ein beschwiegenes Kapitel des Holocaust«

Bild: Cover »Endzeit in Ostpreußen. Ein beschwiegenes Kapitel des Holocaust«

Januar 1945. In Ostpreußen sind Hunderttausende auf der Flucht vor der Roten Armee. Gleichzeitig treibt die SS mindestens 5.000 jüdische Häftlinge von Königsberg an die Ostseeküste bei Palmnicken. Den Todesmarsch und das anschließende Massaker überleben nur 15 Personen – eine von ihnen ist Maria Blitz aus Krakau. 55 Jahre später schreibt sie ihre Erinnerungen über Verfolgung und Gefangenschaft zwischen 1939 und 1945 sowie ihr Leben nach dem Krieg unter dem Titel ›My Holocaust‹ in ihrer neuen Heimat USA nieder.

Dieser bislang unveröffentlichte Text wurde für die deutschsprachige Ausgabe um historische Erläuterungen und weitere Zeitzeugenberichte von Einheimischen ergänzt.

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Maria Blitz
»Endzeit in Ostpreußen. Ein beschwiegenes Kapitel des Holocaust«
Herausgegeben von Uwe Neumärker
Berlin, 2010

ISBN: 978-3-942240-01-7
Schutzgebühr: € 5,00

2. durchgesehene Auflage erhältlich unter