Werkstattberichte

29. Januar 2015

Vorbereitung für die feierliche Abschlusspräsentation EHRI-Projektes in Berlin

von Anne Langer

Am 26. März 2015 werden die Ergebnisse des von der EU geförderten Projektes »European Holocaust Research Infrastructure« (EHRI) in Berlin feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. Der Höhepunkt des Festaktes, der in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt stattfinden wird, ist die Präsentation einer Online-Infrastruktur zur Holocaustforschung.

Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten und Archive aus 13 europäischen Staaten trugen seit Projektbeginn im Jahr 2010 dazu bei, Strukturen zu schaffen, um die weit verteilten europäischen Archivressourcen zur Geschichte des Holocaust dauerhaft zu vernetzen. Zahlreiche wissenschaftliche Veranstaltungen flankierten das Projekt. So veranstaltete die Stiftung Denkmal – Partner des EHRI-Projektes – im Herbst letzten Jahres den internationalen Expertenworkshop zu Thema »Names of Shoah Victims: From Scattered Sources to Individual Personal Stories« im Ort der Information am Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Derzeit organisiert die Stiftung Denkmal gemeinsam mit dem Projektträger NIOD, dem Niederländischen Institut für Kriegsdokumentation, die feierliche Abschlusspräsentation. Neben Politikern auf europäischer Ebene sprechen renommierte Holocaustforscher und Experten der digitalen Infrastruktur über den Einfluss EHRIs auf die zukünftige Holocaustforschung und -Erinnerung.

Das Online-Portal, das ab diesem Tag allen interessierten Nutzern weltweit zugänglich sein wird, ist zwar eines der größten Errungenschaften des Projektes, dennoch hat EHRI die Holocaustforschung auch auf vielfältige andere Weise unterstützt: In den vergangenen Jahren fanden Konferenzen und Sommerkurse für den wissenschaftlichen Nachwuchs statt, Online-Kurse wurden entwickelt und Forschungsstipendien vergeben.

Neben der Stiftung Denkmal sind folgende Institutionen Partner des EHRI-Projektes:
Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen (NL) / Centre d’Etudes et de Documentation Guerre et Sociétés Contemporaines (BE) / CEGES-SOMA. Centre for Historical Research and Documentation on War and Contemporary Society (BE) / Židovské Muzeum v Praze (CZ) / Stiftung zur Wissenschaftlichen Erforschung der Zeitgeschichte – Institut für Zeitgeschichte (DE) / Yad Vashem — The Holocaust Martyrs’ and Heroes’ Remembrance Authority (IL) / The Wiener Library Institute of Contemporary History (GB) / Holocaust Dokumentációs Központ és Emlékgyűjtemény Közalapítvány (HU) / Senter for studier av Holocaust og livssynsminoriteter (NO) / Kansallisarkisto (FI) / Żydowski Instytut Historyczny im. Emanuela Ringelbluma (PL) / King’s College London (GB) / Georg-August-Universtität Göttingen (DE) / Athena Research and Innovation Center in Information, Communication and Knowledge Technologies (GR) /Mémorial de la Shoah (FR) / Internationaler Suchdienst (DE) / Památník Terezín Prispevkova Organizace (CZ) / Keren Lezecher Chalaley Ghetto (Theresienstadt) (IL) / Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (AT)

Bild: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Foto: Angelika Fischer

Bild: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Foto: Angelika Fischer

Bild: Logo des Projektes »European Holocaust Research Infrastructure« (EHRI)

Bild: Logo des Projektes »European Holocaust Research Infrastructure« (EHRI)