Werkstattberichte

26. November 2018

»Hier zu stehen, heißt, daran zu denken, wie grausam wir die Menschenrechte missachtet und den Tod unzähliger Menschen organisiert haben.«

Anlässlich des 70. Jahrestages der UN-Menschenrechtserklärung zeigt der Sender ARTE eine Reportage mit dem Titel »Unantastbar – Der Kampf für Menschenrechte«.

Im Rahmen der umfänglichen Dreharbeiten in verschiedenen Ländern wurde der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck Anfang Oktober im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas von Claus Kleber interviewt.

»Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Ist das so? Angela Andersen und Claus Kleber untersuchen in der am 27. November 2018 ausgestrahlten Dokumentation in einer Art globaler Bestandsaufnahme den aktuellen Zustand in unserer Zivilisation. Wohin steuert unsere Gesellschaft?

Programmankündigung:
Zwar wurden 1948 angesichts der Gräuel des Zweiten Weltkriegs die vermeintlich für alle Erdenbürger gültigen Menschenrechte formuliert, diese manifestierten aber eine rein westlich-abendländische Weltanschauung. Die Sitten und Wertevorstellungen der islamischen Welt und asiatische Gesellschaftsnormen wurden nicht gleichermaßen berücksichtigt. Liegt hier vielleicht ein Schlüssel zum Verständnis aktueller Konflikte und Krisen? Welche Nachbesserungen sind nötig? Es kommen Stimmen aus vielen Teilen der Welt zu Wort – Menschen, die an der Basis arbeiten, ebenso wie solche, die die Last politischer Verantwortung kennen. Biografisch stechen dabei zwei Protagonisten heraus: die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright, die als Kind die Schrecken des Naziterrors erlebte, und Joachim Gauck.

Im Stelenfeld des Holocaust-Denkmals fomuliert der frühere Bundespräsident Deutschlands: »Weil wir diese Geschichte haben, sollte Politik in Deutschland immer eine Politik für und mit Menschenrechten sein.«

Bild: Joachim Gauck, Claus Kleber und Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal, im Stelenfeld; Foto Marko Priske

Bild: Dreharbeiten mit Joachim Gauck und Claus Kleber; Foto Marko Priske

Bild: Dreharbeiten mit Joachim Gauck und Claus Kleber; Foto Marko Priske