Veranstaltungsberichte

10. November 2016

»Die meisten sind dort einfach verhungert, stehend auf ihre Schaufel gestützt.«

Am 10. November 2016 lud die Stiftung Denkmal zu einem Zeitzeugengespräch mit dem 103 jährigen Überlebenden Marko Feingold ins Jüdische Museum Berlin. Zu der Veranstaltung, die von Prof. Dr. Peter Schäfer, Direktor Jüdisches Museum, und Uwe Neumärker, Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, eröffnet wurde, kamen über 250 Gäste. Im Gespräch mit Mirjam Weichselbraun, Fernsehmoderatorin, berichtete Marko Feingold aus seinem Leben, wie er 1939 festgenommen und nach Auschwitz deportiert wurde. »Die Lebenserwartung lag dort bei maximal drei Monaten, dann gingst du durch den Kamin.« Von Auschwitz wurde er in die KZ Neuengamme und Dachau verschleppt. »Auch dort hat man uns eingebläut, kein KZ-Häftling verlässt das Lager lebend.« Aber er habe Glück gehabt, immer wieder. Im Juli 1941 wurde er nach Buchenwald transportiert und dort im April 1945 von den Amerikanern befreit. Nach der Veranstaltung suchten zahlreiche Gäste noch einmal das Gespräch mit Marko Feingold, um mehr aus seinem Leben zu hören und sich zu bedanken.

Bild: Mirjam Weichselbraun, Moderation, Marko Feingold, Zeitzeuge, und Hanna Feingold, Foto: Stiftung Denkmal, Marko Priske

Bild: Prof. Dr. Peter Schneider, Direktor Jüdisches Museum Berlin, Foto: Stiftung Denkmal, Marko Priske

Bild: Uwe Neumärker, Direktor Stiftung Denkmal, Foto: Stiftung Denkmal, Marko Priske

Bild: Marko Feingold, Zeitzeuge, und Miriam Weichselbraun, Moderation, Foto: Stiftung Denkmal, Marko Priske

Bild: Publikum, Foto: Stiftung Denkmal, Marko Priske

Bild: Marko Feingold, Zeitzeuge, und Mirjam Weichselbraun, Moderation, Foto: Stiftung Denkmal, Marko Priske

Bild: Publikum, Foto: Stiftung Denkmal, Marko Priske