01. November 2018

»Der Weg in den Abgrund. Das Jahr 1938«

bis 28. Februar 2019, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin

Das Jahr 1938 stellt einen Scheitelpunkt in der nationalsozialistischen Terrorherrschaft seit 1933 dar: Mit dem »Anschluss« Österreichs im März und der Zerschlagung der Tschechoslowakei ab Herbst beginnt das Deutsche Reich, die infolge des Ersten Weltkrieges festgelegte Grenzordnung zu zerstören. Die »Aktion Arbeitsscheu Reich« im Sommer, die Abschiebung Tausender polnischer Juden im Oktober und die staatlich organisierte Gewalt um den 9. November 1938 markieren eine neue Stufe der nationalsozialistischen Politik gegen Juden und Menschen, die nicht zur sogenannten Volksgemeinschaft gehören sollten. Im Jahr darauf beginnt mit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg.

Die Ausstellung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum widmet sich auf 14 Tafeln den einschneidenden Geschehnissen des Jahres 1938, den Opfern sowie der damit verbundenen Erinnerungskultur. Die begleitende Borschüre ist kostenlos auf Deutsch und Englisch in den Institutionen der Ständigen Konferenz erhältlich.


Begleitprogramm:

Vortrag anlässlich der Ausstellungseröffnung
9. November 2018, 18Uhr, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Der Novemberpogrom 1938 in vergleichender Perspektive: Ausgrenzende Gewalt der Zwischenkriegszeit in Deutschland und der USA?
Alan Steinweis, Verfasser und Herausgeber von zahlreichen Büchern, ist Professor für Geschichte an der Universität von Vermont, Burlington, Vermont, USA. (Er lehrt und forscht auf den Themengebieten Nationalsozialismus und Holocaust. Er arbeitete als Gastprofessorn an den Universitäten von Heidelberg, Frankfurt und München. Im jetzigen Herbstsemester 2018 hat er das Ida Levine Senior Invitation Fellowship am U.S. Holocaust Memorial Museum in Washington inne. Eintritt frei
Anmeldung unter: office [at] ghwk.de


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Die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum existiert seit dem 15. Dezember 2009 und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanziert. Die regelmäßigen Treffen der fünf Leiter haben zum Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen zu intensivieren und gemeinsame Projekte durchzuführen.