Neues

27. Juli 2019

Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus

27. Juli 2019, 11-11.30 Uhr, Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Ebertstraße auf Höhe Hannah-Arendt-Straße, Berlin

Am 27. Juli 2019 veranstalten die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg ein »Stilles Gedenken« am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Die Feier findet um 11 Uhr im Vorfeld der traditionellen Demonstration zum Christopher Street Day statt.

Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine »widernatürliche Veranlagung«, für eine den so genannten »Volkskörper« schädigende »Seuche«, die »auszurotten« sei. 1935 verschärften sie die Strafbestimmungen. In den folgenden Jahren wurden etwa 100.000 homosexuelle Männer polizeilich erfasst, 50.000 wurden nach § 175 verurteilt. Etwa 10.000 homosexuelle Männer wurden nach Verbüßung ihrer Haftstrafe in Konzentrationslager verschleppt. Viele von ihnen überlebten diese Qualen nicht.

Während der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, am Denkmal Blumen und Kränze niederzulegen. Bitte bringen auch Sie Blume oder Kranz mit! Herzlichen Dank.

Bild: Senator für Kultur und Europa Klaus Lederer bei der Gedenkstunde für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am 28. Juli 2018, Foto: Stiftung Denkmal