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16. Oktober 2018

Ausstellung »Massenerschießungen – der Fall Karl Pütz. Vom Jugendleiter in Eupen-Malmedy zum Massenmörder«

bis 29. Oktober 2018, Kulturzentrum Alter Schlachthof Eupen, Rotenbergplatz 19 Eupen, 4700 Belgien

Die Ausstellung wurde von der Stiftung Topographie des Terrors und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas entworfen und bisher in Berlin, Köln, Ludwigsburg und St. Vith präsentiert. Nun ist sie auf Initiative des ZOG und mit Unterstützung des Kgl. Geschichtsvereines Zwischen Venn und Schneifel vom 16. bis 29. Oktober 2018 im Kulturzentrum Alter Schlachthof Eupen, Rotenbergplatz 19 Eupen, 4700 Belgien zu sehen.

Im Juni 1941 griffen das Deutsche Reich und seine Verbündeten die Sowjetunion an. Unter den 14 Millionen zivilen Opfern dieses Vernichtungskrieges waren über zwei Millionen Juden. Sie wurden vor allem bei Massenerschießungen ermordet oder in sogenannten Gaswagen erstickt. Auf gleiche Weise verloren etwa 30.000 Roma und 17.000 Patienten psychiatrischer Anstalten ihr Leben. Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdiensts der SS, Einheiten der Ordnungspolizei, der Wehrmacht und der Waffen-SS sowie einheimische Helfer verübten diesen Massenmord. Die Sonderausstellung »Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941 – 1944« dokumentiert die Verbrechen und erinnert an die Opfer.

In Sankt Vith und Eupen finden Sie Erweiterungen mit regionalm Bezug.

Karl Pütz, ein Aachener Jurist, war in den 1930er Jahren einer der wichtigsten nationalsozialistischen Propagandisten in Eupen-Malmedy. Dort baute er u.a. Vorläufergruppen der Hitlerjugend und des Bundes deutscher Mädel auf. Er versuchte, die Jugendlichen im nationalsozialistischen Sinne zu beeinflussen und sie als Anhänger dieser menschenverachtenden Ideologie zu gewinnen.
Ab 1941 war er für die Massenerschießung von zehntausenden Menschen zuständig.

Geöffnet ist die Ausstellung täglich zwischen 13 und 18 Uhr (Sonntags von 11 bis 18 Uhr). Zur Ausstellung liegt ein gleichnamiger deutsch-englischsprachiger Katalog vor.

Kontakt und Informationen: Zentrum für Ostbelgische Geschichte (ZOG), Dr. Carlo Lejeune, Am Hügel 37, 4760 Büllingen, Tel.: +32/80643137, carlo.lejeune [at] zrdg.be.

 

 

Bild: Blick in die Ausstellung, Berlin 2017, Foto: Jürgen Sendel