6. Oktober 2026, 18 Uhr
Ort der Information, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin
Die Familie Pfeil stammt aus Trier. 1940 verschleppten die Nationalsozialisten sie aus ihrer Heimatstadt in das besetzte Polen. Christian Pfeil kam (vermutlich) im Januar 1944 im Ghetto Lublin zur Welt. Die Eltern und Geschwister mussten in Konzentrationslagern Zwangsarbeit leisten. Nach ihrer Befreiung 1945 kehrten sie mit dem Baby nach Deutschland zurück. In seiner Kindheit erlebte Pfeil Ausgrenzung und Anfeindungen. Mit 26 Jahren eröffnete er in Trier ein Lokal, trat erfolgreich als Musiker auf, erlangte lokale Berühmtheit. In den 1990er Jahren bedrohten ihn Rechtsextreme aufgrund seines antifaschistischen Engagements.
2015 begann Christian Pfeil, die traumatische Geschichte seiner Familie aufzuarbeiten und öffentlich zu sprechen, unter anderem vor dem Europäischen Parlament und den Vereinten Nationen. Es ist ihm wichtig, auch die bis heute andauernden Nachwirkungen der Verfolgung der Sinti und Roma ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Seit einigen Jahren unterstützt sein Neffe Sacha Höhn ihn bei seinem Engagement.
PROGRAMM
Begrüßung
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Gespräch
Christian Pfeil und Sacha Höhn mit Jana Mechelhoff-Herezi
Um Anmeldung bis zum 5. Oktober 2026 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de oder Tel. 030-26 39 43-0 wird gebeten. Eintritt frei! Einlass ab 17.15 Uhr. Bitte beachten Sie, dass es eine Sicherheitskontrolle am Eingang gibt.
Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen, stimmen Sie zu, dass dort entstandene Foto- und Filmaufnahmen veröffentlicht werden dürfen.
Das Zeitzeugengespräch mit Christian Pfeil ist eine Veranstaltung der Stiftung Denkmal, unterstützt von der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn, der Hildegard Lagrenne Stiftung (HLS) und des Vereins RomaTrial.
Bildnachweis: Christian Pfeil bei der Gedenkveranstaltung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas, in Berlin am 31. Januar 2024 © Stiftung Denkmal, Foto: Marko Priske







