Am 8. September 2026 wurden in Erfurt und Marbach zwei Stolpersteine für die Holocaustüberlebenden Ingeburg Geißler (geborene Frank) und Herbert Frank verlegt.
Die Idee dazu entstand während eines Interviews mit Ingeburg Geißler im Erinnerungsort Topf und Söhne im Sommer des vergangenen Jahres. Die Stolpersteininitiative Erfurt und die Konrad-Adenauer Stiftung nahmen den Vorschlag auf – und im Rahmen zweier Gedenkfeiern wurden zuerst der Stolperstein in Erfurt für Herbert Frank, der nach den Novemberpogromen 1938 verhaftet und nach Buchenwald deportiert wurde und schließlich – nur unter der Auflage Deutschland sofort zu verlassen – nach Shanghai ausreiste, verlegt. Anschließend kamen etwa 50 Menschen in Marbach zusammen, um dort den Stolperstein für Herbert Franks Tochter, Ingeburg Geißler zu verlegen – direkt vor dem Tor des Hauses, in dem sie mehrere Jahre bei ihrer Tante und ihrem Onkel lebte, bevor die Nationalsozialisten sie am 31. Januar 1945 nach Theresienstadt deportierten.
Die Initiatorin der Veranstaltung, Sophie Hohmann, vom Erinnerungsort Topf und Söhne begrüßte die Gäste. Nach einem musikalischen Auftakt sprachen unter anderem Michael Panse, Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus, sowie der jetzige Hauseigentümer, Michael Siegel, der zugleich Pate des Stolpersteins ist, und Ingeburg Geißler selbst – in Form eines kurzen Interwieauszugs. Das Abschlusswort hielt, nach dem Einsetzen des Steins, Sarah Friedrich, Stiftung Denkmal, die bereits seit vielen Jahren mit Ingeburg Geißler eng vertraut ist, und – da Ingeburg Geißler gesundheitsbedingt nicht selbst zur Stolpersteinverlegung anreisen konnte – in ihrem Namen zu den Anwesenden sprach.
















