Am 17. März traf sich Petra Michalski mit mehreren zehnten Klassen in der Konrad-Duden-Schule.
Bereits vor drei Jahren war die Zeitzeugin, zusammen mit ihrem Mann, Franz Michalski, an der Pankower Schule gewesen, um vor zahlreichen Schüler/-innen, als Sprachrohr ihres Mannes, der seit einem Schlaganfall nicht mehr selbst vor Schüler/-innen sprach, aus seinem Leben, seiner Flucht und den unterschiedlichen Verstecken während des Krieges zu berichten.
Seit Franz Michalski im Winter 2023 verstorben ist, kommt Petra Michalski allein an Schulen und berichtete nun erstmalig nicht nur aus Franz‘ sondern auch aus ihrem eigenen Leben, von ihrer Mutter, die aus Argentinien floh, um mit einer jüdischen Familie nach Berlin zu kommen und dort eine eigene Familie zu gründen.
1937 wurde Petra in Hamburg geboren und erlebte den Krieg überwiegend bei ihrer Großmutter in Pommern. Sie berichtete davon, wie ihre Mutter, die keine Hakenkreuzfahne an ihrem Haus duldete, aus dem Stoff der Fahne ein hübsches Rotkäppchenkleid für die kleine Petra nähte und dass die Eltern im Keller hinter den Obstkisten Verstecke für Juden eingerichtet hatten. Auf die Frage eines Schülers, warum die Gestapo denn nicht im Keller nach den Versteckten suchte, antwortete Petra Michalski: »Bestimmt hat es da so doll nach vergorenen Äpfeln gerochen, dass die Nazis keine Lust hatten, dort lange zu suchen…« Im Anschluss bedankten sich die Schüler/-innen und Lehrer herzlich bei Petra Michalski für ihr Kommen an die Schule.










