Veranstaltungsberichte

28. Juli 2019

Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Juli 2019 veranstalteten die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg ein »Stilles Gedenken« am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Die Feier fand um 11 Uhr im Vorfeld der traditionellen Demonstration zum Christopher Street Day statt.

Während der Veranstaltung wurden am Denkmal Blumen und Kränze niedergelegt. Unter den Teilnehmern waren unter anderem Klaus Lederer, Bürgermeister Kultur- und Europasenator von Berlin, und Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Landes Berlin.

Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine »widernatürliche Veranlagung«, für eine den so genannten »Volkskörper« schädigende »Seuche«, die »auszurotten« sei. 1935 verschärften sie die Strafbestimmungen. In den folgenden Jahren wurden etwa 100.000 homosexuelle Männer polizeilich erfasst, 50.000 wurden nach § 175 verurteilt. Etwa 10.000 homosexuelle Männer wurden nach Verbüßung ihrer Haftstrafe in Konzentrationslager verschleppt. Viele von ihnen überlebten diese Qualen nicht.

Bild: Stilles Gedenken am Homosexuellen-Denkmal © Stiftung Denkmal

Bild: Stilles Gedenken am Homosexuellen-Denkmal © Stiftung Denkmal

Bild: Stilles Gedenken am Homosexuellen-Denkmal © Stiftung Denkmal

Bild: Stilles Gedenken am Homosexuellen-Denkmal © Stiftung Denkmal

Bild: Stilles Gedenken am Homosexuellen-Denkmal © Stiftung Denkmal

Bild: Stilles Gedenken am Homosexuellen-Denkmal © Stiftung Denkmal