11. Januar 2018

Neuer Film für das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas hat 11 Künstlerinnen und Künstler zu einem nicht-öffentlichen Wettbewerb zur Produktion eines neuen Films für das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeladen.
Bis zum 22. Oktober 2017 konnten die Vorschläge eingereicht werden. Das Konzept der Multimediakünstlerin Yael Bartana wurde am 9. Januar 2018 von einem internationalen Gutachtergremium ausgewählt und soll bis Ende Mai 2018 umgesetzt werden. Finanziert wurde der Wettbewerb durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters. Der neue Film wird anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Denkmals im Rahmen eines Festaktes mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Redner am 3. Juni 2018 erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt.

Gutachtergremium:
Susanne Pfeffer, Direktorin Museum für Moderne Kunst, Frankfurt
Dr. Thomas Köhler, Direktor Berlinische Galerie, Vorstand der Stiftung öffentlichen Rechts
Günter Dworek, Bundesvorstand des Lesben und Schwulenverbands Deutschland (LSVD)
Sabine Deres, Leitung Referat K41 der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur u. Medien
Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Kultur- und Europasenator von Berlin
Michael Elmgreen, Künstler des Denkmals
Ingar Dragset, Künstler des Denkmals

Hintergrund zum Denkmaljubiläum:
Am 12. Dezember 2003 beschloss der Deutsche Bundestag die Errichtung eines Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, um damit die verfolgten und ermordeten Opfer zu ehren, die Erinnerung an das Unrecht wachzuhalten und ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben zu setzen. Am 27. Mai 2008 wurde das Denkmal an die Öffentlichkeit übergeben. Initiatoren waren die Initiative »Der homosexuellen NS-Opfer gedenken« sowie der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD). Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas betreut das Denkmal, sie wird von der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert.

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Bild: Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Foto: Marko Priske