Am 11. Dezember sprach der Sinto Willi Jörling im Ort der Information, unter dem Stelenfeld des Holocaust-Denkmals, über die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und die Deportation seiner Familie.
Die Veranstaltungsgäste wurden von Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal, begrüßt. Anschließend sprach Uwe Neumärker über die Geschichte der Sinti und Roma in Europa und ihre Verfolgung und Ermordung im Nationalsozialismus.
Ihm folgte die Erzählung des aus Münster stammenden Zeitzeugen Willi Jörling, der mehr als eine Stunde aus seinem Leben berichtete und hinterher viele Fragen des Publikums beantwortete.
Er berichtete davon, dass er auch als 84-Jähriger immerzu an die Nacht im März 1943 zurückdenke, als die Nationalsozialisten bei ihm zu Hause eindrangen und seine Familie aus der Brinkstraße in Münster verschleppten. »Ich war das einzige Kind, das zurückblieb … Alle meine Cousins und Cousinen wurden deportiert – so viele Kinder!« Der Großteil seiner Verwandten wurde im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Willi Jörling überlebte.
»Ich spreche noch nicht so lange öffentlich über das, was damals geschehen ist. Es ist schwer für mich. Aber ich will, dass die Menschen Bescheid wissen, dass sie wissen, was den Sinti und Roma passiert ist!«













