Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und des 81. Jahrestages der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 wurde am 27. sowie am 28. Januar 2026 an den von der Stiftung betreuten Denkmälern mit Gedenkveranstaltungen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, gedachte am 27. Januar gemeinsam mit dem Direktor der Stiftung Denkmal, Uwe Neumärker, am Denkmal für die für ermordeten Juden Europas, am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas sowie am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der NS-»Euthanasie«-Morde der Opfer der NS-Verbrechen und des Holocaust.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, und Kommissar für Inneres und Migration der Europäischen Union, Magnus Brunner, besuchten am 27. Januar 2026 gemeinsam mit dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, den Ort der Information und legten in einer kurzen Zeremonie Kränze im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas nieder.
Der Bundesbehindertenbeauftragte, Jürgen Dusel, lud am 28. Januar 2026 um 11 Uhr an den Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde ein, um der Kinder, Frauen und Männer mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen zu gedenken, die von den Nationalsozialisten ermordet und zwangssterilisiert wurden. Die Veranstaltung wurde in diesem Jahr von Jeremi Zschocke am Violoncello musikalisch begleitet. Der Musiker mit Downsyndrom spielte im Duo mit seinem Bruder, dem Bratschisten Silas Zschocke.
Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sowie die Stiftung Denkmal luden am 28. Januar 2026 um 14 Uhr an das Denkmal für die im Nationalsozalismus ermordeten Sinti und Roma ein, um gemeinsam an die 500.000 ermordeten Sinti und Roma Europas und alle anderen Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen, zu erinnern. Nach einer Begrüßung von Dotschy Reinhardt, Stellv. Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, und Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal, sprach Michael Brand, Antiziganismusbeauftragter der Bundesregierung zu den Gästen. Anschließend folgte die Rede des Überlebenden Dieter Flack. Er gehört zur Minderheit der Sinti. Seine Angehörigen wurden im Mai 1943 nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.
Der Landesverein Berlin-Brandenburg sowie der LSVD+-Bundesverband luden am 28. Januar 2026 um 15 Uhr gemeinsam mit der Stiftung Denkmal zu einem Stillen Gedenken mit Kranzniederlegung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten ein. Ulrich Keßler, Vorstandsmitglied des Verbands Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg und Alva Trabert, Bundesvorstand des LSVD+, begleiteten das Erinnern mit Redebeiträgen. Am Denkmal wurden Blumen und Kränze niedergelegt.























