»Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus 1933 – 1945 – heute« ist vom 8. Oktober 2026 bis zum 3. Januar 2027 im Stadtmuseum Cottbus, Bahnhofstraße 22, 03046 Cottbus, zu sehen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
Sie wird von mehreren Veranstaltungen begleitet.
Die Eröffnung wird am 7. Oktober um 17 Uhr im Stadtmuseum stattfinden. In diesem Rahmen werden unter anderem die Bürgermeisterin Doreen Mohaupt, der Direktor der Stiftung Denkmal Uwe Neumärker sowie weitere Vertreter/-innen der beteiligten Einrichtungen sprechen. Darüber hinaus berichten die Annika Kleist und Marina Orywahl, Angehörige vormals Verfolgter und Mitglieder des Verbands für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus, über ihre Erfahrungen. Die Kurator/-innen der für Cottbus erweiterten Ausstellung werden ebenfalls anwesend sein.
Die Ausstellung erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als »Asoziale« und »Berufsverbrecher« verfolgt wurden. Ihre Erfahrungen stehen im Zentrum. Zwischen 1933 und 1945 greifen Behörden und Polizei gesellschaftliche Vorurteile auf. Sie kontrollieren, drangsalieren und berauben Zehntausende ihrer Freiheit. Viele werden ermordet.
Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich verweigern den Betroffenen eine Entschädigung. Ihre Unrechtserfahrungen werden verleugnet.
Im Februar 2020 entschied der Deutsche Bundestag: »Niemand saß zu Recht in einem Konzentrationslager, auch die als ›Asoziale‹ und ›Berufsverbrecher‹ Verfolgten waren Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft«. Im Zuge dieses Beschlusses beauftragte das Parlament die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mit der Erstellung einer Ausstellung. Sie stellt eines der wichtigsten erinnerungspolitischen Vorhaben des Jahrzehnts in der Bundesrepublik dar.
Nach der Auftaktpräsentation in Berlin machte die Ausstellung in Flossenbürg, Köln, Leipzig, Osthofen und zuletzt im Dokumentrationszentrum Prora Station. Dort haben sehr viele Gäste des nahegelegenen Seebades die Ausstellung besucht.







