Im Herbst 1941 wurden Tausende Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich in das Ghetto Minsk deportiert. Die meisten von ihnen wurden dort oder in der nahegelegenen Vernichtungsstätte Malyj Trostenez von SS-Einheiten ermordet.
Aus Berlin verließ am 14. November ein Transport aus über 1.000 Menschen den Bahnhof Grunewald mit Ziel Minsk. Nahezu alle wurden ermordet. Wie verliefen diese Deportationen – und wie wird heute in Deutschland und Belarus an diese Verbrechen erinnert?
In der Gedenkstätte »denk.mal Hannoverscher Bahnhof« (Lohseplatz, 20457 Hamburg) ist ab dem 4. Juni 2026 die Ausstellung »›Wie lange werden wir hier sein?‹ – Deportationen nach Minsk 1941« zu sehen. Eine Installation zeigt Fotografien der belarussischen Regisseurin Mila Klintsova, die zu dokumentarischen Filmen führen. Sie beleuchten die Deportationen aus verschiedenen deutschen Städten nach Minsk und zeigen heutige Formen des Gedenkens an die Ereignisse in beiden Ländern. Ihre Arbeiten verbinden historische Ereignisse mit gegenwärtigen Perspektiven und lassen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Expertinnen und Experten zu Wort kommen.
Über Berlin sprechen in Interviews Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor, und Oliver Gaida, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
Ihre Beiträge können auch online angesehen werden:
Deportationen nach Minsk https://youtu.be/RQhQ012-0HM?si=eNqGeDo7DVqVlDZE&t=500
und Erinnerung heute https://youtu.be/jI2j3k4bAtI?si=eeaTFnb87R6FadBV
Der Gedenkort und die Installation sind bis zum 30. November 2026 jederzeit kostenfrei zugänglich.








