Am Abend des 21. Februar 2025 wurde ein spanischer Tourist am Holocaust-Denkmal lebensbedrohlich mit einem Messer angegriffen. Der 31-Jährige ist seitdem schwer traumatisiert.
Erst Mitte / Ende März, so Mutmaßungen, wird das Urteil zum Verfahren, das seit 20. November 2025 vor dem 1. Senat des Kammergerichts – Staatsschutzsenat – im Gebäude des Kriminalgerichts in der Turmstraße 91 in Berlin stattfindet, erwartet. Die Stiftung Denkmal verfolgt den Prozess mit großer Anteilnahme und hofft auf ein gerechtes Urteil.
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung, der am Abend des Anschlags vor Ort und bei der Vernehmung des Opfers am 3. Dezember 2025 anwesend war: »Unsere Gedanken sind bei Iker, der die körperlichen und vor allem seelischen Folgen dieser Messerattacke wohl niemals überwinden wird. Aber er hat überlebt! Die Kernfrage ist, wie sich ein junger Flüchtling aus Syrien, der einen Aufenthaltstitel erhalten hat, binnen kurzer Zeit in Deutschland derart radikalisieren kann, dass er sich von Leipzig mit Gebetsteppich, Koran und einem langen Messer nach Berlin aufmacht, um am Holocaust-Mahnmal – nach eigener Aussage – ›möglichst viele Juden zu töten‹. Allein deren Klärung kann dazu beitragen, solche Verbrechen in Zukunft zu verhindern.«
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Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
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