Am 7. Oktober fand – in Kooperation mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa – eine Schüler/-innen-Zeitzeugenbegegnung im Ort der Information – mit dem Sinto Christian Pfeil – statt.
Sarah Friedrich, Stiftung Denkmal, und Darius Elahi, von der Schwarzkopf-Stiftung, begrüßten die zahlreichen Schülerinnerinnen und Schüler. Anschließend moderierte Jana Mechelhoff-Herezi von der Stiftung Denkmal, das Gespräch mit Christian Pfeil und seinem Neffen Sasha Höhn.
Christian Pfeil berichtete von seiner Familie, die 1940, mit mehr als sieben Geschwistern deportiert worden war und von der Zeit in verschiedenen Lagern: »Mein jüngster Bruder war damals drei Jahre alt und musste schwere Steine schleppen. Ich war ja noch ein Baby, und meine Mutter hat mich immer mit zur Arbeit genommen, zur Zwangsarbeit im Winter, damit die Kapos, wenn sie mich in der Baracke zurückgelassen hätte, nicht totschlagen.« Christian Pfeil berichtete, dass – wieder aller Erwartungen – er und all seine Geschwister die Zeit im Lager überlebten. Nach der Befreiung zog die Familie zurück nach Trier.
Doch auch nach dem Krieg ging die Ausgrenzung und Diskriminierung weiter. Niemand wollte, nach der Rückkehr nach Trier, mit der Familie Pfeil etwas zu tun haben. »Wir wurden nicht mit offenen Armen empfangen, … nach dem Krieg, als wir nach Deutschland zurückgekehrt sind. Die haben uns gefragt, wieso wir überhaupt zurückgekommen sind … Als ich meinen Vater das gefragt habe, hat er gesagt: ›Christian, das ist doch unsere Heimat!‹
Im Anschluss fand eine große Gesprächsrunde mit den Schülerinnen und Schülern statt, die zahlreiche Fragen an Christian Pfeil stellten. Selbst nach der Veranstaltung sprachen die Schülerinnen und Schüler den Zeitzeugen erneut an und bedankten sich für die eindringliche Begegnung.













