Wir nehmen Abschied von Ruth Zimmermann, die am 28. September 2026 kurz vor Mitternacht im Krankenhaus verstorben ist. Sie wurde 96 Jahre alt.
Ruth Zimmermann, 1930 im thüringischen Sondershausen geboren, zog 1937 mit ihrer Familie nach Hamburg. Nach der Verhaftung ihres Vaters während des Novemberterrors 1938 emigrierte die Familie 1939 nach Shanghai. Dort musste Ruth Zimmermann 1943 mit ihren Eltern in das Ghetto für die jüdische Bevölkerung ziehen. Sie überlebte die Verfolgung und den Holocaust. Nach dem Krieg lebte sie zunächst in den USA, bevor sie 1951 nach Israel ging, wo sie ihre Jugendliebe Walter wiedertraf und eine Familie gründete.
Ruth Zimmermann, 1930 im thüringischen Sondershausen geboren, zog 1937 mit ihrer Familie nach Hamburg. Nach der Verhaftung ihres Vaters während des Novemberterrors 1938 emigrierte die Familie 1939 nach Shanghai. Dort musste Ruth Zimmermann 1943 mit ihren Eltern in das Ghetto für die jüdische Bevölkerung ziehen. Sie überlebte die Verfolgung und den Holocaust. Nach dem Krieg lebte sie zunächst in den USA, bevor sie 1951 nach Israel ging, wo sie ihre Jugendliebe Walter wiedertraf und eine Familie gründete.
Erst im hohen Alter entschloss sich Ruth Zimmermann, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben und mit anderen zu teilen. 2022 erschienen ihre Erinnerungen in der Zeitzeugenreihe der Stiftung Denkmal unter dem Titel »Vertrieben und doch angekommen – Von Sondershausen nach Schanghai, New York und Israel«. Ihr Zeugnis ist seither Teil der Bildungs- und Vermittlungsarbeit der Stiftung.
Wir sind dankbar, ihre Geschichte für kommende Generationen bewahren zu können. Wir werden ihre lebensfrohe Art und ihre mahnenden Worte, wachsam zu bleiben und dafür einzustehen, dass sich die Verbrechen der Shoah niemals wiederholen, in Erinnerung behalten.
Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.
Wir werden Ruth Zimmermann und ihre Geschichte nicht vergessen.







