Werkstattberichte

18. November 2019

Gestaltungsworkshop zur Biografie von Ilse Heinrich

Im August waren Schülerinnen und Schüler des Phorms Gymnasiums Berlin-Mitte zu Besuch im Denkmal für die ermordeten Juden Europas, um Bilder und Skulpturen zur Biografie von Ilse Heinrich zu gestalten.

Ilse Heinrich riss mehrfach von dem Bauernhof aus, auf dem sie gegen ihren Willen arbeiten sollte. So geriet sie in den Fokus der Polizei, wurde zunächst in das Arbeitshaus Güstrow und 1944 als »Asoziale« in das Konzentrationslager Ravensbrück eingewiesen. Sie überlebte die Haft und kämpft heute dagegen, dass die nationalsozialistischen Verbrechen vergessen werden.

Der schwarze Häftlingswinkel, den Ilse Heinrich im KZ Ravensbrück tragen musste, bildete eines der grundlegenden Gestaltungselemente im Workshop. Mit Papier, Knete, Beton und kleinen Pflanzen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an Kunstwerken, die nun, zusammen mit der von der Gruppe erarbeiteten Biografie, auf der Jugendwebsite der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, www.dubistanders.de, zu sehen sind.

Bild: Gestaltungsworkshop zur Biografie von Ilse Heinrich

Bild: Ansicht der Biografie von Ilse Heinrich auf dubistanders.de

Bild: Gestaltungsworkshop zur Biografie von Ilse Heinrich

Bild: Ansicht der Biografie von Ilse Heinrich auf dubistanders.de

Bild: Ilse Heinrich engagiert sich seit vielen Jahren als Zeitzeugin. Hier war sie im Oktober 2015 im Gespräch mit Charlotte Kroll und Volker Wieprecht © Stiftung Denkmal, Foto: Marko Priske