Werkstattberichte

27. Mai 2019

»Erinnerung bewahren« - Gestaltungsarbeiten auf Hochtouren

Eine arbeitsintensive und zugleich aufregende Sommerzeit steht im Projekt an. Auch wenn die dauerhaften Regenfälle die Fertigstellung der Gedenkorte verzögern, gehen die Arbeiten an den Projektorten sichtbar voran. Bei Bodenarbeiten werden Vertreter des Komitees zum Schutz der jüdischen Friedhöfe in Europa eingeladen, um die Einhaltung der Totenruhe zu beaufsichtigen. So begleitete Rabbi Abraham Ginsberg vom 14. bis zum 16. Mai die Arbeiten an einigen Projektorten.

Die Informationsstelen samt der Infotafeln für das Gebiet Shytomyr wurden produziert und am 24. Mai aus Kyiw nach Berdytschiw transportiert. Von dort werden sie in den kommenden Tagen an die Projektorte gebracht und aufgestellt.

Die Stelen aus hochwertigem Beton mit den Informationstafeln sind neben den Gedenksteinen wichtige Elemente der Gedenkorte. Die Tafeln vermitteln die lokale Geschichte des Holocaust und enthalten dreisprachige Informationen über das Leben der Opfer und ihre Vernichtung. Durch diese Elemente werden die Gedenkorte zugleich zu Informationsorten.

Die ersten Einweihungszeremonien finden vom 18. bis zum 20. Juni im Gebiet Shytomyr statt. Den Auftakt bildet eine Pressekonferenz am 18. Juni im Kiewer Theater »Romans«.

Bild: Ein Blick hinter die Kulissen: Im Hof der Herstellungsfirma wurde getestet, ob die Tafeln problemlos an den Stelen gefestigt werden können.

Bild: Die Hersteller prüften zusammen mit dem Architekten Anton Oliinyk, ob das Layout der Texte und Bilder sich nicht verschoben hat.

Bild: Bodenarbeiten in Samhorodok unter rabbinischer Aufsicht

Bild: Der Gedenkort in Plyskiw (Wald). Die Fläche des Massengrabes wurde mit einer Steinschicht geschützt. Sie zeigt das Ausmaß des Massengrabes.

Bild: Das Massengrab auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Wachniwka wurde gesichert. Die Arbeiten sind in der Abschlussphase.