Veranstaltungsberichte

24. Juni 2011

Gedenken an die Opfer der großen Deportation aus Königsberg vor 69 Jahren

Am Morgen des 24. Juni 2011 wurde am früheren Nordbahnhof in Königsberg (russisch: Kaliningrad) feierlich eine Tafel zum Gedenken an 465 jüdische Kinder, Frauen und Männer enthüllt, die vor 69 Jahren, am 24. Juni 1942, mit dem Personenzug »Da 40« in die Vernichtungsstätte Malyj Trostenez bei Minsk verschleppt und dort ermordet wurden. An der Zeremonie nahmen mit Nechama Drober (*1927 als Hella Markowsky) und Michael Wieck (*1928) die letzten Königsberger Juden teil, die sowohl den Nationalsozialismus als auch die anschließende »Russenzeit« ab 1945 am Ort überlebt haben.

Die Gedenktafel ist ein gemeinsames Projekt der Kaliningrader Jüdischen Gemeinde, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stadtgemeinschaft Königsberg e. V. – mit Unterstützung des Europainstituts Klaus Mehnert der Kaliningrader Staatlichen Technischen Universität, des Deutschen Generalkonsulats und der Russischen Eisenbahn.