Veranstaltungsberichte

07. Juni 2009

Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung mit Samuel Willenberg

Am Sonntag, den 7. Juni 2009, eröffnete die Stiftung in enger Zusammenarbeit mit der St.-Thomas-Kirchengemeinde in der Kreuzberger St.-Thomas-Kirche die Ausstellung »Die Kunst der Erinnerung«. Der Künstler und Holocaustüberlebende Samuel Willenberg* reiste extra zur Eröffnung an. Gemeinsam mit seiner Frau Ada, seiner Tochter und seiner Enkelin war er in die Kirche gekommen, um seine Plastiken vorzustellen.
Im Rahmen seines Aufenthaltes in Deutschland war Samuel Willenberg am 11. Juni 2009 auch Gast im Ort der Information des Denkmals. Dort sprach er gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Benz sehr bildhaft über seine Zeit in Treblinka und seine später angefertigten Lagerskizzen. Einführend stellte Prof. Dr. Wolfgang Benz den 8. Band der Reihe »Der Ort des Terrors« vor. Neben Treblinka behandelt der neue Band die Orte Riga, Warschau, Kaunas, Vaivara, Plaszów, Klooga, Kulmhof, Belzec und Sobibor.

*Der jüdische Bildhauer Samuel Willenberg wurde 1923 im polnischen Tschenstochau geboren. Er ist einer der wenigen Überlebenden der Vernichtungsstätte Treblinka. Alle anderen aus seinem Transport kamen sofort in die Gaskammern. Willenberg konnte während eines Aufstandes am 2. August 1943 nach Warschau fliehen. 1950 ging er zusammen mit seiner Frau nach Tel Aviv. Nach seiner Pensionierung begann Willenbergs zweite Karriere: Er studierte Malerei, Bildhauerei und Kunstgeschichte. Seine heutigen Skulpturen zeigen Menschen und Szenen aus Treblinka.