11. Dezember 2019

»DIE HOFFNUNG AUF EINEN KUSS – AUSCHWITZ, LILIANE UND ICH« – Buchvorstellung mit Raphaël Esrail und Lesung mit Florian Stetter

11. Dezember 2019, 19 Uhr, Französische Botschaft, Wilhelmstraße 69, 10117 Berlin

Raphaël Esrail wird 1925 im türkischen Manisa geboren. Ein Jahr später zieht die Familie nach Lyon. Als Jugendlicher tritt er der Pfadfindergruppe »Éclaireurs Israélites de France« bei. Nach der deutschen Besetzung Frankreichs im Sommer 1940 betätigt er sich in der Widerstandsgruppe »la Sixième« als Dokumentenfälscher. Am 8. Januar 1944 wird er verhaftet und in das Durchgangslager Drancy verschleppt, wo er seine zukünftige Ehefrau Liliane kennenlernt. Am 3. Februar 1944 werden beide nach Auschwitz deportiert, wo sie als Zwangsarbeiter Kontakt zueinander halten. Nach der »Evakuierung« von Auschwitz durch die SS, einem Todesmarsch und weiteren Lageraufenthalten befreien amerikanische Truppen Raphaël am 1. Mai und die Rote Armee Liliane am 2. Mai 1945. Er kehrt nach Lyon zurück und heiratet 1948 Liliane. Beide sind über Jahre als Zeitzeugen aktiv.

 

PROGRAMM

Begrüßung
I. E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland

Grußworte
Michael Roth MdB, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Beauftragter für die deutsch-französische Zusammenarbeit
Raphaël Esrail, Zeitzeuge und Auschwitzüberlebender

Lesung
Florian Stetter

Empfang

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Um Anmeldung bis zum 6. Dezember 2019 unter veranstaltungen [at] stiftung-denkmal.de oder Tel. 030-26 39 43-0 wird gebeten. Bitte planen Sie Zeit für die Sicherheitskontrollen ein und halten Sie ein Ausweisdokument bereit! Der Eintritt ist frei.

Bild: Einladungskarte Vorderseite

Bild: Einladungskarte Rückseite