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06. Juli 2018

Delegation aus Mosambik besucht Holocaust-Denkmal

Am 5. Juli 2018 besuchte eine Delegation aus der Republik Mosambik das Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Die Delegation, die aus hochrangigen Vertretern von Politik und Militärs bestand, war auf Einladung des Auswärtigen Amtes nach Berlin gekommen, um die politische Kultur Deutschlands besser kennenzulernen und sich über Themen wie Dezentralisierung und Friedenssicherung auszutauschen.

Ein wichtiger Termin ihres straffen Programms war der Besuch am Denkmal. Mosambik erreichte 1975 seine Unabhängigkeit von Portugal, bald brach jedoch ein Bürgerkrieg aus, der bis 1992 dauern sollte. Die Wunden sind bis heute nicht vollständig verheilt. Auch deshalb war es für die Gruppe interessant zu erfahren, wie Deutschland mit seiner schwierigen Vergangenheit umgeht. Der Historiker Adam Kerpel-Fronius, der seitens der Stiftung die Delegation betreute, betonte, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit ein Prozess ist, der niemals zu Ende geht – jede Generation definiert ihren Zugang zur Geschichte neu.

Am Ende des über anderthalbstündigen Besuchs trugen sich die Besucher ins Gästebuch ein. Frau Ivano Soares, Fraktionsvorsitzende der RENAMO-Partei, schrieb unter anderem: »Damit sich Geschichte nicht wiederhole, weder in Deutschland noch an einem anderen Ort des Planeten Erde. Im Namen der ganzen Delegation aus der Republik Mosambik solidarisieren wir uns mit dem Leid des jüdischen Volkes.«

Bild: Besucher der Delegation aus der Republik Mosambik tragen sich ins Gästebuch ein

Bild: Adam Kerpel-Fronius (Stiftung Denkmal) überreicht als Gastgeschenk einen Katalog der Ausstellung an Frau Fraktionsvorsitzende Ivano Soares