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05. September 2018

Ausstellung »Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder« / »Z biegiem rzeki – Dzieje Żydów nad Odrą«

5. September bis 5. November 2018, Rotes Rathaus Berlin (Wappensaal), Rathausstraße 15, 10178 Berlin

Die Landschaft an der Oder mit ihren wechselnden herrschaftlichen und nationalen Zugehörigkeiten war über Jahrhunderte ein Begegnungsraum. Hier kreuzten sich auch die deutsch-jüdische und die polnisch-jüdische Kultur. In der Neuzeit bedrohte der Nationalismus, gepaart mit dem Antisemitismus, diese kulturelle Vielfalt an Oder, Obra und Warthe. Der Nationalsozialismus zerstörte sie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weite Abschnitte der Oder zur deutsch-polnischen Grenze und die deutsche Bevölkerung aus den Regionen östlich des Flusses vertrieben. Polen fanden hier eine neue Heimat und für kurze Zeit schien es, dass in Niederschlesien und Pommern jüdisches Leben heimisch werden könnte. Mehrere Zehntausend polnisch-jüdische Holocaustüberlebende siedelten sich hier an, doch die meisten wanderten bis Ende der 1960er Jahre wieder aus. Die jahrhundertelange Anwesenheit von Juden an der Oder fiel dem Vergessen anheim, ihre Spuren wurden oft zerstört.

Die Ausstellung widmet sich Momenten der jüdischen Geschichte beiderseits der Oder. Sie will zum Nachdenken und zum Gespräch zwischen den ehemaligen und heutigen Bewohnern der Region anregen. Sie ist zugleich eine Einladung zur Neuentdeckung des deutsch-polnisch-jüdischen Kulturerbes dieser Landschaft.

1. Station, Wrocław, 14. Juni 2018 bis 30. August 2018:
Jüdisches Kultur- und Bildungszentrum in der Synagoge zum Weißen Storch, ul. Pawła Włodkowica 7, 50-072 Wrocław, Polen

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa und die Bente-Kahan-Stiftung luden zur Eröffnung der deutsch-polnischen Ausstellung »Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder« / »Z biegiem rzeki - Dzieje Żydów nad Odrą« am 14. Juni 2018 um 18 Uhr in der Synagoge zum Weißen Storch in Breslau/Wrocław ein. Die Ausstellung wird noch bis 30. August 2018 in der Synagoge zum Weißen Storch in Breslau/Wrocław, ul. Pawła Włodkowica 7, 50-072 Wrocław, Polen zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

2. Station, Berlin, 5. September 2018 bis 5. November 2018:
Rotes Rathaus Berlin (Wappensaal), Rathausstraße 15, 10178 Berlin


Die Berliner Senatskanzlei und das Deutsche Kulturforum östliches Europa laden herzlich zur Eröffnung am 5. September 2018 um 18 Uhr im Roten Rathaus (Wappensaal) ein.

Es wird um Anmeldung bis zum 3. September per E-Mail an deutsches [at] kulturforum.info oder per Telefon +49 (0) 331 200 98-0 gebeten.

Programm der Ausstellungseröffnung in Berlin:

17.15 Uhr
Vorabführung durch die Ausstellung

18 Uhr

Grußworte
Gerry Woop. Staatssekretär für Europa, Senatsverwaltung für Kultur und Europa
Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Einführung in die Ausstellung
Dr. Magdalena Gebala und Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach, Kuratorinnen

Musikalische Umrahmung
Katarzyna Wasiak, Konzertpianistin

Information zur Ausstellung im Roten Rathaus:
Die Ausstellung ist vom 6. September bis 5. November (Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr) im Roten Rathaus zu sehen. Aufgrund des täglichen Veranstaltungsbetriebes sowie aus Sicherheitsgründen kann es jedoch zu vorübergehenden Schließungen des Rathauses kommen.

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Die Ausstellung ist ein Beitrag des Kulturforums zum Europäischen Kulturerbejahr 2018. Sie wurde realisiert in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V., der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Universität Breslau, dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, dem Verein »Terra Incognita«, dem Museum des Meseritzer Landes und der Bente-Kahan-Stiftung.

 

Bild: Titelbild der Ausstellung