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27. November 2019

Ausstellung »Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder« / »Z biegiem rzeki – Dzieje Żydów nad Odrą«

15. Dezember 2019 bis 23. Februar 2020, Oberschlesisches Landesmuseum, Bahnhofsstraße 62, 40883 Ratingen (Hösel)

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa und das Oberschlesische Landesmuseum laden Sie herzlich zur Eröffnung der deutsch-polnischen Ausstellung »Im Fluss der Zeit — Jüdisches Leben an der Oder«/»Z biegiem rzeki — Dzieje Żydów nad Odrą« am 15. Dezember 2019 um 14 Uhr ein. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Programm:
Vortrag und anschließende Führung durch die Ausstellung mit Dr. Magdalena Gebala, Kuratorin

Über die Ausstellung:
Die Landschaft an der Oder mit ihren wechselnden herrschaftlichen und nationalen Zugehörigkeiten war über Jahrhunderte ein Begegnungsraum. Hier kreuzten sich auch die deutsch-jüdische und die polnisch-jüdische Kultur. In der Neuzeit bedrohte der Nationalismus, gepaart mit dem Antisemitismus, diese kulturelle Vielfalt an Oder, Obra und Warthe. Der Nationalsozialismus zerstörte sie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weite Abschnitte der Oder zur deutsch-polnischen Grenze und die deutsche Bevölkerung aus den Regionen östlich des Flusses vertrieben. Polen fanden hier eine neue Heimat und für kurze Zeit schien es, dass in Niederschlesien und Pommern jüdisches Leben heimisch werden könnte. Mehrere Zehntausend polnisch-jüdische Holocaustüberlebende siedelten sich hier an, doch die meisten wanderten bis Ende der 1960er Jahre wieder aus. Die jahrhundertelange Anwesenheit von Juden an der Oder fiel dem Vergessen anheim, ihre Spuren wurden oft zerstört.


Die Ausstellung widmet sich Momenten der jüdischen Geschichte beiderseits der Oder. Sie will zum Nachdenken und zum Gespräch zwischen den ehemaligen und heutigen Bewohnern der Region anregen. Sie ist zugleich eine Einladung zur Neuentdeckung des deutsch-polnisch-jüdischen Kulturerbes dieser Landschaft.

 

Die Ausstellungsstation im Oberschlesischen Landesmuseum wird durch Ausstellungstafeln aus dem Haus Schlesien in Königswinter und eigene Informationen zur jüdischen Geschichte in Oberschlesien ergänzt.

 

Die Ausstellung ist bis 23. Februar 2020 (Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr) im Oberschlesischen Landesmuseum zu sehen. Der Eintritt kostet 5 Euro/3 Euro ermäßigt.

 

Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
Sonntag, 2. Februar 2020, 15 Uhr
»Auf den Spuren der Juden Oberschlesiens« — Buchvorstellung mit Katarzyna und Jan Opielka


Kontakt
Dr. Magdalena Gebala
Länderreferat Polen
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Berliner Straße 135 | Haus K1
14467 Potsdam
Tel. +49 (0)331 20098-18
Fax +49 (0)331 20098-50
gebala [at] kulturforum.info
www.kulturforum.info

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Die Ausstellung ist ein Beitrag des Kulturforums zum Europäischen Kulturerbejahr 2018. Sie wurde realisiert in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V., der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Universität Breslau, dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, dem Verein »Terra Incognita«, dem Museum des Meseritzer Landes und der Bente-Kahan-Stiftung.

 

Bild: Titelbild der Ausstellung