Neues

18. September 2018

»Arbeitszwang und Judenmord« – Buchpräsentation und Gespräch mit Mario Wenzel und Wolfgang Benz

18. September 2018, 19 Uhr, Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Arbeitslager für Juden waren ein Spezifikum der NS-Besatzungsherrschaft in Osteuropa. Schätzungsweise 900 bis 1000 Lager dieses Typus sind zwischen 1939 und 1944 allein in den okkupierten polnischen und sowjetischen Gebieten errichtet worden. In seiner Studie konzentriert sich Mario Wenzel auf den südwestlichen Distrikt Krakau des Generalgouvernements. Der Autor zeigt, dass die dortigen Arbeitslager integraler Bestandteil der Judenverfolgung im besetzten Polen waren, sowohl in der Phase der »Judenpolitik« bis Anfang 1942 als auch in der Phase ihrer Vernichtung. Die sich verändernde Verfolgungspraxis spiegelte sich in den Unterstellungsverhältnissen und im äußeren Aufbau der Lager wider, in den Arbeits- und Lebensbedingungen der Insassen, den Einfluss und Betreuungsmöglichkeiten jüdischer Institutionen und in der Funktion der Lager.

PROGRAMM

Begrüßung

Dr. Christine Glauning, Leiterin
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Vortrag

Dr. Mario Wenzel, Autor und Historiker

Gespräch

Dr. Mario Wenzel
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker und Sprecher des Beirats der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

___________________________________________________________________

18. September 2018, 19 Uhr, Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Bild: Einladungskarte Vorderseite

Bild: Einladungskarte Rückseite