Georges-André Kohn
Georges war besonders geschwächt und konnte nicht mehr alleine aufstehen, wie die französischen Häftlingsärzte und holländischen Pfleger später berichteten. Diese Pfleger und Ärzte waren selbst Gefangene. Sie betreuten die Kinder und wurden ihnen zu Ersatzeltern. Der SS-Arzt Kurt Heißmeier entfernte den Kindern die Lymphdrüsen, weil er dachte, in ihnen befänden sich körpereigene Stoffe zur Abwehr der Tuberkulose. Es war allerdings schon damals bekannt, dass dem nicht so war. Seine Versuche waren eine reine Quälerei und wissenschaftlich völlig sinnlos.
Nachdem allen Kindern die Lymphdrüsen entfernt worden waren, ließ Heißmeier sie fotografieren. Die Kinder mussten die Arme hochhalten, um die Operationsnarbe zu zeigen. Auf dem Foto ist Georges Narbe auf der linken Oberkörperseite nur sehr schwach zu erkennen.